Freitag, der 13., ist für viele Menschen ein Tag, an dem besonders oft Unglücke passieren. 

Es gibt sogar einen medizinischen Fachbegriff für die irrationale Furcht vor Freitag, dem 13.: Sie wird als Paraskavedekatriaphobie bezeichnet und kann im Einzelfall soweit führen, dass davon betroffene Personen sich an einem Freitag, den 13. nicht aus ihrem Haus wagen.

Der Aberglaube, dass Freitag, der 13. ein Unglückstag ist, setzt sich aus zwei Faktoren zusammen: der Zahl 13 und dem Tag Freitag. Beide werden im Volksglauben mit etwas Negativem verbunden.

Bis heute spielt das Zwölfersystem in vielen Gesellschaften eine herausragende Rolle: Jeder Tag ist in zwei Mal zwölf Stunden eingeteilt, jedes Jahr hat zwölf Monate. Es gibt zwölf Tierkreiszeichen. Jesus versammelte zwölf Apostel um sich. Und ein Dutzend ist eine bis heute häufig verwendete Maßeinheit. Die Zahl 13 überschreitet dieses geschlossene System und ist als Primzahl nur durch eins und sich selbst ohne Rest teilbar. Lange wurde die 13 im deutschen Volksmund daher auch "das Dutzend des Teufels“ genannt.

Der Freitag hat einen ähnlich schlechten Ruf, der sich vorrangig aus dem Christentum ableitet: Jesus Christus wurde an einem Freitag gekreuzigt, sein Tod wird am Karfreitag betrauert. Gläubige Christen erbringen auch heute noch regelmäßig ein Freitagsopfer, um an diesem Wochentag dem Leiden und Tod Jesu Christi zu gedenken.

Lange Zeit wurden der Freitag und die Zahl 13 jedoch nicht miteinander zu einem "Super-Unglückstag" kombiniert. Erst seit Anfang des 20. Jahrhunderts gilt Freitag, der 13. als Schreckenstermin.


 

 

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