"Das Wetter am Siebenschläfertag noch sieben Wochen bleiben mag", sagt eine bekannte Bauernregel. Oder: "Ist der Siebenschläfer nass, regnet's ohne Unterlass." Regen am Siebenschläfertag, also dem 27. Juni, verspricht also nichts Gutes für den Sommer, so die weitverbreitete Befürchtung. Aber stimmt das?

Allein die Tatsache, dass die Siebenschläfer-Bauernregel Jahr für Jahr wiederholt wird, zeigt, dass ja etwas dran sein muss an der alten Weisheit. Und tatsächlich: Dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge besagen statistische Auswertungen, dass die Eintrittswahrscheinlichkeit der Siebenschläferregel bei etwa 60 Prozent liegt. In den meisten Jahren stelle sich laut DWD rund um den Siebenschläfertag eine Großwetterlage ein, die "den Witterungscharakter der folgenden Wochen" vorgibt.

Dass das Wetter an Siebenschläfer eine Vorahnung auf die nächsten Wochen gibt, hängt mit dem Jetstream zusammen. Dieser Windstrom, der sich etwa 15 Kilometer über dem Erdboden formt, bleibt meist über einige Tage oder sogar Wochen stabil.

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