Am 9. November 1989 fiel die Berliner Mauer. Knapp ein Jahr nach dem Mauerfall war die Wiedervereinigung 1990 vollendet. Am 3. Oktober trat die DDR der Bundesrepublik bei. Vom Fall der Mauer am 9. November 1989 bis zur deutschen Einheit dauerte es damit knapp ein Jahr. Die Existenz der DDR endete am Mittwoch, 3. Oktober 1990.

Der 9. November 1989 steht fest mit der Deutschen Einheit in Verbindung. Der Tag erinnert auch an den erfolgreichen Widerstand und Bürgermut. Der Fall der Mauer markiert zudem das Ende des Kalten Krieges.

Der Bau der Mauer begann im August 1961. In der Nacht vom 12. auf den 13. August 1961 gab Walter Ulbricht, der DDR-Staatsratsvorsitzende, SED-Parteiführer und Vorsitzende des Nationalen Verteidigungsrates der DDR, den Befehl zur Abriegelung der Sektorengrenze in Berlin.

Am frühen Morgen des 13. August begannen bewaffnete Grenzpolizisten das Straßenpflaster aufzureißen, Barrikaden zu errichten und Stacheldraht zu befestigen. Die Absperrung lief entlang der sowjetischen Sektorengrenze mitten durch Berlin. Geschütze und Panzer fuhren auf.

In der Nacht vom 17. zum 18. August wurde der Stacheldraht durch eine Mauer aus Hohlblocksteinen ersetzt. Die Grenze war dicht.

Eine ganze Generation lang wurden die Deutschen in Ost und West getrennt. Die Mauer wurde weltweit zum Symbol für den Kalten Krieg, der die Welt politisch in eine östliche und eine westliche Hemisphäre spaltete.

Mehrere Entwicklungen führten zum Mauerfall am 9. November 1989. Die Reformen des sowjetischen Staatspräsidenten Michail Gorbatschow, die Wirtschaftskrise, die Massenflucht der Menschen in den Westen und die friedlichen Demonstrationen der DDR-Bürgerinnen und -Bürger erzwangen das Ende der DDR-Diktatur.



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