Heinrich Böll war einer der bedeutendsten Schriftsteller der Nachkriegszeit. Heute ist sein 100. Geburtstag.

Vieles von dem, was für den Nobelpreisträger Heinrich Böll zu den Bedingungen gehörte, unter denen er schrieb und in denen er lebte, hat sich seit seinem Tod im Jahr 1985 grundsätzlich gewandelt. Was aber Bölls Werk über die zeitbedingten Aspekte hinaus Bestand verleiht und zugleich im Mittelpunkt seiner erzählerischen und essayistischen Arbeiten steht, das ist der Anspruch auf Autonomie, auf eine freie, individuell begründete Parteilichkeit, die sich vorgeformten Denkbahnen entzieht. Für Böll begann die Freiheit im Kopf. Er war ein großer Künstler und Intellektueller, der mit seinen Romanen, Erzählungen und politischen Einwürfen eine eigene Aktualität bewahrt hat.

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